60 Jahre Opel Post

2009-11-02

60 Jahre Opel Post – 60 Jahre am Puls der Zeit



Rüsselsheim. Seit 60 Jahren ist die Mitarbeiterzeitung Opel Post Dreh- und Angelpunkt der innerbetrieblichen Kommunikation des Automobilunternehmens. Sie gehört damit zu den traditionsreichsten Mitarbeiterpublikationen in der deutschen Industrie. Im Sommer 1949 erschien die erste Ausgabe; seitdem begleitet das Blatt die Unternehmensentwicklung in Wort und Bild. Zum Jubiläum findet jetzt im Opel Forum die Ausstellung „1949 – 2009: 60 Jahre Opel Post“ statt, in der interessante Storys, den Zeitgeist spiegelnde Titelbilder und natürlich auch Autos aus den vergangenen sechs Jahrzehnten zu sehen sind.

Auf der Vernissage würdigten die Opel Post Holger Kimmes, Opel-Arbeitsdirektor und Geschäftsführer Personal, Frank Klaas, General Director Opel Communications, der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz sowie Ulrich Nies, Präsident der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG). Sie unterstrichen die über Jahrzehnte gezeigte hohe journalistische Qualität und inhaltliche Vielfalt des Blattes. „Der internen Kommunika­tion kommt gerade in Zeiten des Wandels eine enorme Bedeutung zu. Umso wichtiger ist es, ein bei der Belegschaft so geschätztes und akzeptiertes Mitarbeitermedium wie die Opel Post zu haben, das auch umfassende Veränderungsprozesse transparent und verständlich macht“, sagte Holger Kimmes.

Die Auflage von 55.000 Exemplaren belegt die hohe Akzeptanz der Opel Post, zahlreiche Auszeichnungen unterstreichen die journalistische Qualität des Mitarbeitermagazins. „Erfolgreiche Unternehmens- und Markenkommunikation nach innen zu den Beschäftigten und Ehemaligen trägt zum Stolz und zur Identifikation mit der Marke und dem Unter­nehmen bei. Sie muss klar, eingängig und leicht verständlich sein“, formulierte Betriebs­ratschef Klaus Franz seine Erfahrungen. Franz bescheinigte der Opel Post, dass sie sich durchweg an diesen Kriterien messen lassen könne.

Zu „den üblichen Verdächtigen“ zählte DPRG-Präsident Ulrich Nies die Opel Post, wenn alljährlich der vom Berufsverband der Öffentlichkeitsarbeiter ausgelobte Grand Prix für Mitarbeitermedien vergeben wird. Unter jeweils fast 150 Mitarbeiterpublikationen erreichte die Opel Post allein in den vergangenen Jahren vier Mal in Folge einen Platz auf dem Siegerpodest. „Im Wettbewerb der internen Medien ist die Mitarbeiterzeitung nach wie vor unverzichtbar, weil sie im Gegensatz zu den meisten elektronischen Lösungen auch wirklich alle Zielgruppen erreicht und zudem eine deutlich höhere Wertschätzung vermittelt. Wenn sie dann noch wie die Opel Post eine offene, glaubwürdige und authentische Berichterstattung mit allen journalistischen Stilmitteln pflegt, dann können wir sie guten Gewissens zu den Vorbildern der innerbetrieblichen Medienlandschaft zählen.“

1949 – 2009: Sechs Jahrzehnte Zeitung für Mitarbeiter

Geschäftspläne, Produktneuheiten, Arbeitsorganisation, Wirtschafts- und Sozialpolitik: die grundlegenden Themen der Opel Post haben sich über die Jahrzehnte nur wenig geändert, Sprache und Darstellung dagegen zeigen immer wieder den Willen, so nah wie möglich am Leser zu bleiben. „Die Opel Post hat stets kreativ den Zeitgeist aufgegriffen und unterschiedliche Trends begleitet, sich dabei an veränderten Lesegewohnheiten orientiert. Sie ist ihrem Grundsatz immer treu geblieben: Die Zeitung wird für die Mitar­beiter gemacht“, blickt Chefredakteur Jürgen Hepp zurück.

So zieht sich beispielsweise das Thema Integration wie ein roter Faden durch die Bericht­erstattung: Die ersten Gastarbeiter werden 1963 auch publizistisch umfassend porträtiert und die folgenden Jahre redaktionell begleitet. Noch vor den ausländerfeindlich motivierten Anschlägen von Mölln (1992) und Solingen (1993) greift die Opel Post mit Berichten und Interviews das Thema Fremdenfeindlichkeit auf. Für ihre vielfältige Berichterstattung über Initiativen und Aktionen zum Thema Toleranz erhielt die Opel Post 2001 schließlich den Dr.-Martin-Nebe-Preis der Bundesvereinigung für innerbetriebliche Kommunikation.

Die Jubiläumsausstellung wird durch Originalfahrzeuge ergänzt, die den Stoff für viele Artikel lieferten. Die Exponate reichen von einem 1951er Opel Olympia über ein Rekord A Coupé von 1963 bis zum neuen Astra, dessen Händlerpremiere im Dezember ansteht. Wer nicht nur die aktuellen Entwicklungen rund um die Themen Opel, Auto und Mobilität nachlesen möchte, sondern einen tieferen Blick in die Vergangenheit der Marke mit dem Blitz werfen will, hat dazu noch bis Mitte Dezember in Rüsselsheim Gelegenheit. Die Ausstellung im Opel Forum in der Marktstraße 2 ist werktags von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Nächste Station der medialen Zeitreise wird der Opel-Standort Bochum sein.

Vom Magazin zur Zeitung und wieder zurück: Meilensteine aus 60 Jahren Opel Post

Juli 1949 Mit Aufhebung der Papier-Rationierung erscheint bei Opel die erste Ausgabe der neuen Mitarbeiterzeitung, die „Opel Post“ heißt. Mit zehn Ausgaben pro Jahr begleitet die Opel Post zunächst den Wiederaufbau, später auch das „Wirtschaftswunder“.

November 1974 Mit Grußbotschaften von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer und DGB-Chef Heinz Oskar Vetter feiert die Opel Post auf vier Sonderseiten ihren
25. Geburtstag.

Februar 1981 Mit der Umstellung vom Zeitschriften- auf ein Zeitungsformat ändert die Opel Post ihr Aussehen erstmals entscheidend.

Februar 1993 Die Opel Post erscheint erstmals durchgängig in Farbe.

Dezember 2002 Gleich bei der ersten Teilnahme am Grand Prix für Mitarbeitermedien erreicht die Opel Post einen zweiten Platz.

Mai 2005 Die Opel Post kehrt zum Magazinformat zurück und erreicht in den kommenden vier Jahren drei dritte und einen zweiten Preis beim Grand Prix.

Motorsport-Zeitreise:

2009-10-30

Motorsport-Zeitreise: Vom Opel Ascona B zum Astra OPC Race Camp



Rüsselsheim. 30 Jahre – eine „Generation Mensch“ – ist es her, als ein Opel Ascona B im Gruppe 2-Trim nicht nur in die Herzen von Opel-Anhängern und Motorsportfans, sondern gleich in die Ahnenreihe automobiler Sportlegenden driftete. Zielsicher dirigiert von Joachim („Jochi“) Kleint und Co-Pilot Gunter Wanger, hatte sich der 186 PS starke, nach dem Spezial-Tourenwagen-Reglement aufgebaute Bolide den Gesamtsieg in der Rallye-Europameisterschaft 1979 für das Opel-Euro-Händler-Team (OEHT) gesichert. Vom Siegerpodest aus fuhr er auf direktem Weg in die historische Sammlung der Adam Opel GmbH. Ein würdiger Nachfolger, der Ascona 400, mit dem Walter Röhrl und Jochen Berger 1982 erstmals die Rallye-Weltmeisterschaft gewannen, stand schon bereit.

Als technische Basis für die hochkarätige Gruppe 2-Driftmaschine fungierte der beim Opel-Partner Irmscher Automobilbau gefertigte, ausschließlich in den Opel-Farben Gelb und Weiß lackierte Ascona i2000, von dem gemäß Motorsport-Homologationsbestimmung innerhalb eines Jahres 5.000 Einheiten produziert wurden. Der für den Breitensport konzipierte i2000 war seinerseits von der zweitürigen Serienversion Ascona B 2.0/SR abgeleitet – „gebaut für sportlich besonders engagierte Fahrer, die sich über den normalen Fahrbetrieb hinaus die Möglichkeit offenhalten, an Rallyewettbewerben teilzunehmen.“

Der Motor-Breitensport ist bis heute Schwerpunkt in der Marken- und Produktphilosophie von Opel. Und bis heute ist die Marke mit dem Blitz dabei nicht nur sehr erfolgreich, sondern auch ausgesprochen innovativ. Jüngstes Beispiel: das Rennfahrercasting OPC Race Camp, mit dem Opel ein neuartiges Motorsportformat kreierte. Die revolutionäre Idee: Ambitionierte Autofahrer ohne Motorsportvergangenheit können sich bei Opel bewerben und in mehreren Casting- und Ausbildungsstufen ihr Rennfahrertalent beweisen und – falls dieses ausreicht – unter professioneller Aufsicht weiterentwickeln. Das anspruchsvolle Ziel: Die besten Zehn bilden das Opel-Team OPC Race Camp und kommen auf zwei über 300 PS starken Rennversionen des Opel Astra OPC beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife zum Einsatz – eine der größten Motorsportveranstaltungen überhaupt, bei der zahlreiche Vertreter der fahrerischen Weltelite an den Start gehen. Mit 18.500 Bewerbungen fand bereits die Erstauflage von OPC Race Camp ein gewaltiges Echo; dem Aufruf zur derzeit laufenden zweiten Staffel folgten sogar über 22.000 Bewerber.

Chefs des spannenden Projekts sind mit Manuel Reuter und Jockel Winkelhock zwei, die unter anderem mit Siegen beim Langstrecken-Klassiker von Le Mans und als Opel-Werkspiloten selbst Motorsportgeschichte geschrieben haben. Heute sind sie in verschiedenen Funktionen als Markenbotschafter für Opel tätig und unter anderem auch in die Abstimmung der OPC-Hochleistungsstraßenmodelle eingebunden.

Auch die heutigen Opel Topmodelle fungieren, wie seinerzeit der Ascona B i2000, als sportliche und emotionale Aushängeschilder der Marke. Angefangen beim 141 kW/192 PS starken Corsa OPC über Astra und Zafira OPC mit jeweils 240 Turbo-PS bis hin zum neuen Leistungsträger der Modellpalette, der Insignia OPC Limousine respektive dem Insignia OPC Sports Tourer mit aufgeladenem 2,8-Liter-V6-Motor und einer Leistung von 239 kW/325 PS. Die Entwicklung geht weiter, die Leidenschaft bleibt.

Der Insignia der Wirtschaftswunder-Jahre: Opel Kapitän feiert Jubiläum

2009-10-08

Der Insignia der Wirtschaftswunder-Jahre: Opel Kapitän feiert Jubiläum

  • Der P2, das erfolgreichste Kapitän-Modell der Opel-Geschichte, wird 50
  • Aktuelles Opel Flaggschiff Insignia seit Marktstart im gleichen „Fahrwasser“
Rüsselsheim.  Herbst 1959: Der neue Opel Kapitän – intern auch Kapitän P2 2,6 Liter genannt – rollt in Rüsselsheim zum ersten Mal vom Band. Mit seinem charakteristischen Design, einem Höchstmaß an Komfort und modernster Technik entwickelt er sich zum Bestseller. Bis 1964 werden insgesamt 145.616 Fahrzeuge verkauft, der P2 2,6 Liter wird der erfolgreichste Kapitän aller Zeiten. 50 Jahre nach dessen Marktstart wiederholt das neue Spitzenmodell aus Rüsselsheim, der Opel Insignia, die Geschichte. Noch keine zwölf Monate auf dem Markt, nennen heute bereits über 150.000 Fahrer das innovative Auto ihr Eigen. Zwischen den Modellen liegen fünf Jahrzehnte Fortschritt in der Automobilentwicklung, zugleich sind sie beide – jeweils zu ihrer Zeit – wegweisend für die Marke.

Opel Kapitän P2 mit Hydra-Matic und Servolenkung

Orientierte sich der erste Nachkriegs-Kapitän noch stark am amerikanischen Schönheitsempfinden, überzeugt die zweite Generation ab Herbst 1959 mit einem eigenständigen Auftritt und europäischerem Design. „An die Stelle der schwingenden Linien und weich fließenden Übergänge tritt nun die kraftvolle Betonung der Horizontalen und das Wirksamwerden prägnanter Konturen“, erläutert ein zeitgenössischer Text. Die Karosserie wird straffer, gerade Linien „strecken“ das Auto. Das besonders flach gehaltene Dach unterstützt diesen Effekt. Opel verbessert mit einer breiteren und tiefer als bisher in das Dach verlaufenden Panorama-Windschutzscheibe die Sicht und erleichtert durch leichte Konstruktionsänderungen am Dachauslauf den Fondeinstieg.

Der 2,6-Liter-Reihensechszylinder des Kapitän leistet 66 kW/90 PS und liefert ein maximales Drehmoment von 190 Newtonmetern zwischen 1.300 und 2.500 Touren.
Die Experten loben insbesondere die Laufruhe – eine neue Motoraufhängung führt zu einer maximalen Geräuschisolation und verbesserter Schwingungsdämpfung. Zu technischen Elementen wie der „Betätigungshilfe“ für das Kupplungspedal kommen in den Folgejahren Neuheiten wie automatische Getriebes („Hydra-Matic“) und Servolenkung. Der Kapitän ist damit sowohl in technischer Hinsicht als auch in puncto Komfort wegweisend für die damalige Automobilproduktion. Trotzdem erhöht Opel die Preise gegenüber dem Vorgängermodell nicht, was mit zum Verkaufserfolg beiträgt.

Opel Insignia – Dynamik und Technik auf höchstem Niveau

Innovative Technologien und markantes Design zu erschwinglichen Preisen: Auch heute – 50 Jahre später – überzeugt Opel mit dieser Philosophie die Kunden. Vom Start weg erfreuen sich sowohl die beiden Limousinen-Varianten des Opel Insignia als auch der SportsTourer großer Beliebtheit. Doch das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit mit dem Urahn Kapitän. Auch der Insignia hat den Startschuss für ein neues Selbstverständnis gegeben. Unter dem Leitgedanken „skulpturale Eleganz trifft deutsche Präzision“ haben die Opel-Designer dem neuen Flaggschiff eine charakteristische Designsprache gegeben. Kraftvolle, prägnante Formen sorgen für den dynamischen Auftritt, den der Insignia dank modernster Technologien auch auf die Straße bringt.

Ob die neueste Generation des adaptiven Kurvenlichts AFL+ mit neun verschiedenen Lichtfunktionen, die Frontkamera mit Verkehrszeichenerkennung und Spurhalteassistent oder die für ihre hervorragende Ergonomie von der „Aktion Gesunder Rücken e.V.“ ausgezeichneten Premiumsitze – der Opel Insignia glänzt heute ebenso wie der Kapitän fünf Dekaden zuvor mit Komfort und Technik auf höchstem Niveau. Weiterer Pluspunkt: sein breites Motorenspektrum, vom 81 kW/110 PS starken 2,0-Liter-Turbodiesel bis zum OPC-Spitzentriebwerk 2.8 V6 Turbo mit 239 kW/325 PS.

Über 25 Auszeichnungen belegen die Qualität des Insignia – und nicht umsonst wurde er zum „Auto des Jahres 2009“ gewählt. Er setzt damit die lange Opel-Tradition fort, Autos zu bauen, die fortschrittliche Technik, hohe Qualität und großen Fahrspaß zu bezahlbaren Preisen miteinander verbinden

„Rocket Man“ Fritz von Opel schreibt Technik-Geschichte

24.09.2009

„Rocket Man“ Fritz von Opel schreibt Technik-Geschichte



Vor 80 Jahren gelingt über Frankfurt am Main der erste öffentliche bemannte Raketenflug der Welt

Rüsselsheim. Extremsportler, Techniktüftler, Visionär – Fritz von Opel gelingt 1929 das, was viele zur damaligen Zeit für unmöglich hielten: Am 30. September katapultiert sich der wagemutige Unternehmer auf dem Frankfurter Rebstockgelände in die Luft – mit Raketenantrieb. Er legt in 80 Sekunden rund zwei Kilometer zurück, bevor er unsanft, aber unversehrt, wieder auf dem Boden landet. Der Ruhm ist ihm gewiss: Der erste öffentliche bemannte Raketenflug der Welt eröffnet neue Perspektiven in der Antriebstechnik.

Fritz von Opel ist leidenschaftlicher Rennfahrer und Flieger. Geschwindigkeit begeistert den Enkel des Firmengründers Adam Opel. Als im Jahr 1927 der Südtiroler Astronom, Testpilot und Publizist Max Valier, Verfasser des Werks „Der Vorstoß in den Weltenraum“, Unterstützung für seine Forschung an einem „Raketen-Motor“ sucht, erkennt Fritz von Opel das Potenzial der neuartigen Technologie – und die Werbewirkung für die Marke Opel. Fortan wird in Rüsselsheim geforscht und auf einem eigens konstruierten Prüfstand die Schubkraft unterschiedlicher Raketen-Typen gemessen. Die hochmodernen Feststoff-Raketen liefert der Ingenieur Friedrich Wilhelm Sander. Nach erfolgreichen Versuchen mit Raketenantrieb in den RAK-Fahrzeugen im Jahr 1928 will Fritz von Opel im nächsten Schritt die Luft erobern.

„Die erste Menschenrakete“

Die unmittelbaren Vorbereitungen für den ersten bemannten Raketenflug nehmen den Sommer 1929 in Anspruch. Fluglehrer und Flugzeugkonstrukteur Julius Hatry entwickelt einen speziellen Hochdecker mit doppeltem Leitwerk: Das erste eigens für den Raketenantrieb gebaute Flugzeug wartet nun auf den Tag X.

Am Nachmittag des 30. September ist es soweit: Fritz von Opel zündet auf dem Flughafen Frankfurt-Rebstock zwei 40 Zentimeter lange und 6,5 Kilogramm schwere Raketen, die das Flugzeug auf gut 100 km/h beschleunigen. Um exakt 15.30 Uhr hebt die Maschine ab. Zwei weitere Treibsätze sorgen für zusätzlichen Schub von insgesamt 96 Kilogramm und ermöglichen so den Steigflug. In einer Höhe von 20 bis 30 Metern erreicht das Flugzeug 150 km/h Spitze und legt knapp zwei Kilometer zurück. Beim Versuch, weitere Raketen zu zünden, versagt der Mechanismus – Fritz von Opel setzt nach 80 Sekunden in der Luft mit einer Bruchlandung auf dem Boden auf, bleibt aber unverletzt. Erstmals war es einem Menschen gelungen, ausschließlich mit Raketenkraft zu starten und in einen Steigflug mit anschließendem Streckenflug überzugehen. „Die erste Menschenrakete“ titelte eine Zeitung anlässlich dieses wagemutigen Unternehmens.

Das nächste Ziel des Raketen-Tüftlers aus Rüsselsheim ist die Überquerung des Ärmelkanals. Dies soll für Fritz von Opel selbst allerdings ein Traum bleiben. Noch im gleichen Jahr muss er aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage die Arbeiten am Raketenantrieb einstellen. Doch die Verwirklichung seiner Visionen kann er noch bis zum epochalen Vorstoß in den Weltraum miterleben: Zehn Jahre nach dem Ende der RAK-Versuche hebt im August 1939 das erste serientaugliche Strahlflugzeug der Welt ab. Am 12. April 1961 fliegt der Russe Juri Gagarin als erster Mensch ins All und am 21. Juli 1969 betritt Neil Armstrong den Mond.

Geschichte der Opel-RAK-Versuche

Dem ersten bemannten Raketenflug waren ebenso erfolgreiche Opel-Raketenexperimente vorangegangen: Nach geheimen Probefahrten folgt am 11. April 1928 der erste öffentliche Start eines Raketenwagens auf der Opel-Rennbahn bei Rüsselsheim, der ersten permanenten Versuchs- und Rennstrecke Deutschlands. Nach nur acht Sekunden erreicht der RAK 1 Tempo 100 – ein Triumph für Fritz von Opel. Doch das ist erst der Anfang des

Siegeszuges der Raketentechnologie. Schon einen guten Monat später geht der RAK 2 auf der Berliner Avus auf Rekordfahrt, weil die hauseigene Rennbahn nicht für Geschwindigkeiten über 140 km/h konzipiert ist. Rund 3.000 geladene Gäste wohnen dem aufsehenerregenden Ereignis bei. Das von 24 Raketen getriebene Fahrzeug entwickelt einen Schub von 6.000 Kilo. Mit 120 Kilogramm Sprengstoff im Rücken erreicht Fritz von Opel in der schlanken, schwarzen Karosserie mit zwei Flügeln 238 km/h Spitze.

„In der fünften Etappe werden wir zum bemannten Raketenflug übergehen...“, kündigt der Hochgeschwindigkeitspilot nach dem Erfolg vollmundig an. Die Medien greifen den Faden auf. So schreibt die Zeitschrift „Das Motorrad“: „Es konnte sich niemand des Eindrucks erwehren, dass man am Beginn eines neuen Zeitalters steht. Vielleicht ist der Opelwagen mit Raketenantrieb der erste praktische Schritt zur Überwindung des Weltalls.“ Und „Raketen-Fritz“ lässt seinen Worten Taten folgen. Im Juni 1928 gehen die unbemannten Schienenfahrzeuge RAK 3 und RAK 4 auf der eigens gesperrten Reichsbahnstrecke Celle-Burgwedel an den Start. Ergebnis: Der RAK 3 erzielt mit 254 km/h einen neuen Weltrekord für Schienenfahrzeuge.

30 Jahre Kadett D – Erste Opel-Generation mit Frontantrieb

04.09.2009

30 Jahre Kadett D – Erste Opel-Generation mit Frontantrieb

  • Debüt des 1,3 Liter-Vierzylinder mit Leichtmetall-Zylinderkopf
  • Goldenes Lenkrad für das beste Fahrzeug seiner Klasse


Rüsselsheim. Auf der IAA 1979 debütiert mit dem Kadett D das erste Frontantriebsmodell in 80 Jahren Automobilbau bei Opel. Erstmals verfügt die neue Kompaktklasse über einen quer zur Fahrtrichtung eingebauten Motor. Das 60 und 75 PS starke 1,3 Liter-Triebwerk besitzt einen Aluminium-Querstromzylinderkopf und eine obenliegende, fünffach gelagerte Nockenwelle mit Zahnriemenantrieb. Eine Besonderheit in dieser Hubraumklasse ist der hydraulische Ventilspielausgleich, der eine Kontrolle des Ventilspiels überflüssig macht. Die Basismotorisierung mit dem 1,2 Liter N Motor leistet 53 PS.

Der Traum vom Raum

Vom neuen Antriebslayout des Kadett D profitieren die Passagiere: Für sie hat sich das Platzangebot ebenso verbessert wie fürs Gepäck. „Die Entscheidung für den Frontantrieb und den Quereinbau des Motors war allein eine Frage des größten Innenraums bei möglichst geringen Abmessungen“, erläutert Karl Bettmann, zu Kadett-D-Zeiten Chefingenieur für Motor und Fahrwerk. Packaging würde man zu dieser Raumökonomie heute sagen. Nach Opel-Definition handelt es sich dabei um die clevere Aufteilung der Räume für Technik, Passagiere und Gepäck innerhalb eines kompakten Fahrzeugkörpers.

Die Vorteile des neuen Prinzips nutzt der Kadett D konsequent: Er besitzt einen der längsten Innenräume seiner Klasse und übertrifft mit einem Kofferraumvolumen von bis zu 410 Litern den Hauptkonkurrenten um rund 50 Liter.

Dass hinten eine Verbundlenkerachse mit Miniblockfedern die alte Starrachse ablöst, hat ebenfalls Auswirkungen auf die Raumausnutzung. Der 42 Liter große Tank (Caravan: 50 Liter) kann unter die Rücksitzbank wandern und ermöglicht mit der dadurch jetzt umlegbaren Rücksitzbank jene Vielseitigkeit, die bis heute markentypisch ist. An der Vorderachse kommen McPherson-Federbeine zum Einsatz. Vom quer eingebauten Motor und der flacheren Haube profitiert auch die Aerodynamik: Mit einem cw-Wert von 0,39 ist der Kadett D eines der windschlüpfigsten Fahrzeuge seiner Kategorie und bestätigt auch in diesem Punkt eine Opel-Tradition.

Die neue Generation des Erfolgsmodells kommt als Schrägheck-Limousine mit Kofferraumklappe, wahlweise mit großer Hecktür oder als Caravan zum Händler. Zum ersten Mal gibt es innerhalb der Kadett-Baureihe keine klassische Stufenheck-Variante. Neben der Basis stehen die Ausstattungsvarianten „Luxus“ sowie die Spitzen-Ausführung „Berlina“ zur Wahl. Der Kadett SR verfügt als sportliches Aushängeschild der Baureihe unter anderem serienmäßig über Recaro-Sportsitze sowie ein reichhaltig bestücktes Armaturenbrett mit Zusatzanzeigen.

Für Opel bedeutet der Kadett D einen technischen Quantensprung. Gleichzeitig ist er klassischen Opel-Tugenden verpflichtet. Das neue Konzept kommt an: 1979 verleiht eine internationale Jury dem Kadett das Goldene Lenkrad als bestes Fahrzeug seiner Klasse.

1981 wird die Motorenpalette um einen 90 PS leistenden 1,6 Liter-Vierzylinder ergänzt. 1982 bietet Opel mit dem 54 PS starken 1,6 D zum ersten Mal einen Dieselmotor in der Kompaktklasse an. Das sportliche Topmodell debütiert im Januar 1983: der Kadett GTE verfügt über einen 1,8 Liter-Motor mit 115 PS und ist 187 km/h schnell. Bis zum Generationswechsel im Spätsommer 1984 produziert Opel rund 2,1 Millionen Einheiten des Kadett D.

Seit dem Debüt des ersten Kadett im Jahr 1936 sind neun Kadett/Astra-Generationen und über 21 Millionen Fahrzeuge mit diesen Namen bei Opel entstanden. Bald kommt eine zehnte Generation hinzu: auf der IAA in Frankfurt wird der neue Astra seine Premiere feiern.

37. AvD-Oldtimer-Grand-Prix: Mit Opel-Kadett von Altkanzler Schmidt

2009-08-04

37. AvD-Oldtimer-Grand-Prix: Mit Opel-Kadett von Altkanzler Schmidt

  • Raritäten inklusive: Kadett und Astra aus elf Generationen am Nürburgring
  • Vielfältiges Aufgebot: Rund 100 Opel-Klassiker in zwei Demonstrationsläufen
  • Blick in die Zukunft: Opel, AvD, Allianz und Linde mit innovativem Brennstoffzellenkonzept
Rüsselsheim.  Der Nürburgring steht vom 7. bis 9. August ganz im Zeichen des mittlerweile 37. AvD-Oldtimer-Grand-Prix – und Opel ist mit Bestsellern und Spezialitäten aus acht Jahrzehnten dabei. Die Marke mit dem Blitz präsentiert in einer Ausstellung im neuen Fahrerlager ausgewählte Modelle ihres Kompaktwagenangebots, von der Kadett A Limousine bis zum Astra V8 Coupé. Besonderer Blickfang ist eine Roadster-Studie des „Ur-Ahns“ aller Opel-Kompakten: Der Kadett „Strolch“ von 1938 wird als Rekonstruktion des damaligen Prototypen zu sehen sein. Als Limousine legte der Kadett 1936 den Grundstein für die anhaltende Erfolgsgeschichte des Rüsselsheimer Herstellers in diesem Fahrzeugsegment.

Unter den Kadett-Modellen der 60er bis 90er Jahre ragen insbesondere das Kiemencoupé des Kadett B sowie die Studie der dreitürigen Schrägheckversion Kadett C City heraus. Und selbst den schwarzen Kadett E GSi von Helmut Schmidt können die Besucher in Augenschein nehmen. Der Altbundeskanzler besaß diesen 85 kW/115 PS starken Dreitürer von 1991 bis 1996.

Opel Rallye- und Rennsportportfolio: Modelle, die Geschichte schrieben

Der Opel Kadett war nicht nur als universelles Alltagsauto beliebt – er hat auch Rallye- und Rennsportgeschichte geschrieben. Mit dem Kadett E GSi 16V  gewann Sepp Haider 1988 den Rallye-WM-Lauf in Neuseeland und wurde ein Jahr später Deutscher Rallyemeister. Der Rennbolide wird ebenso beim Oldtimer-Grand-Prix in der Eifel zu sehen sein wie seine Nachfolger, der Astra DTM-Wagen oder das Astra V8 Coupé, mit dem Volker Strycek 2003 das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewann. Das Besondere: Das Wettkampf-Fahrzeug wurde im Original-Rennzustand belassen und dann mit Klarlack überzogen.

Augen auf und Türen hoch heißt es beim Astra Coupé OPC X-TREME: Die feuerrote Supersportwagen-Studie von 2001 erreicht mit ihrem 326 kW/444 PS starken 4,0-Liter-Motor eine Spitzengeschwindigkeit von über 300 km/h und öffnet im Opel-Zelt im neuen Fahrerlager ihre Flügeltüren für alle Rennsport-Fans.

Aufsehen erregende Demonstrationsläufe und Gewinnspiele

Viele Opel-Clubs bringen ihre Raritäten auf den Nürburgring und nehmen mit einigen der ausgestellten Fahrzeuge an den Schaurunden teil. Rund 100 Klassiker mit dem Blitz im Kühlergrill gehen samstags ab 14.20 Uhr und sonntags ab 11.40 Uhr auf die Piste und präsentieren sich dem Publikum.

Dass sich bewegende automobile Vergangenheit perfekt mit einem spannenden Blick in die Zukunft der Mobilität verträgt, dafür wird als besondere Überraschung der HydroGen4 sorgen. Diese neueste Fahrzeuggeneration mit Brennstoffzellen-Technologie geht nämlich mit null Emissionen an den Start. Wie dies funktioniert, können die Besucher mit ein wenig Glück hautnah selbst erleben. Ein ganztägiges Gewinnspiel lockt mit der Aussicht auf eine sofortige Demorunde am Nürburgring.

Außerdem werden insgesamt drei der leisen und emissionsfreien Fahrzeuge vom AvD, der Allianz, Linde und Opel zum Shuttledienst für Journalisten und VIP´s am Ring eingesetzt. Bei allen Fahrten kann zudem der einfache und unkomplizierte Tankvorgang mit Wasserstoff an einer speziell installierten Linde Tankstelle im Opel Testzentrum im Gewerbepark Nürburg, gegenüber der Döttinger Höhe, gezeigt werden.

Nach 70 Jahren wiederentdeckt: Opel Kadett Strolch

2009-07-29



Nach 70 Jahren wiederentdeckt: Opel Kadett Strolch

  • Dokumente zeigen verschwundenes Unikat der ersten Opel-Kompaktklasse
  • Opel-Experten rekonstruieren Prototyp des zweisitzigen Cabrios von 1938
  • Präsentation des Kadett Strolch auf Oldtimer-Shows

Rüsselsheim. Mit 110 Jahren Automobilgeschichte gehört Opel zu den traditionsreichsten Marken der Branche. Manche Entwicklungen geraten da in Vergessenheit und kommen erst viel später wieder ans Licht. Während das Unternehmen derzeit mit dem neuen Astra den Start der 10. Kompaktklasse-Generation vorbereitet, tauchten in einem alten Archiv Bilder eines bisher unbekannten Opel-Roadsters auf. Recherchen der Opel-Oldtimer-Experten ergaben: Offensichtlich auf Basis der ersten Kompaktklasse-Generation, dem Kadett aus den 30er Jahren, bauten Opel-Ingenieure im Jahr 1938 den Prototyp eines zweisitzigen Cabrios. Auf den wiederaufgetauchten Fotos ist auch der eigenwillige Name des Autos vermerkt: Kadett Zweisitzer „Strolch“.

Der schicke, liebenswerte Roadster hat allerdings nie als Serienfahrzeug das Licht der Welt erblickt. Aus einem alten Sitzungsprotokoll der Geschäftsführung geht hervor, dass unter anderem angesichts knapper Stahlressourcen im Vorfeld des zweiten Weltkriegs und potentiell geringer Stückzahlen in diesem Segment das Projekt nicht weiter verfolgt werden sollte. Offensichtlich war Opel bis dahin aber schon gut auf einen Marktstart vorbereitet, denn bei weiteren Archiv-Nachforschungen fand sich ein druckfertiger Prospekt, der stolz die technischen Eckdaten des Strolch-Antriebs präsentiert: 1,1 Liter Hubraum, 23 PS, Dreigang-Getriebe, Höchstgeschwindigkeit 98 km/h. Prototypen des Roadsters sind allerdings nicht erhalten.

Die Opel Classic-Experten waren so fasziniert von der 3,62 Meter langen Fahrzeugstudie, dass die Idee entstand, den Strolch 70 Jahre nach seiner Konzeption nochmals in die Realität umzusetzen. Sie wollten damit zeigen, dass schon bei der ersten Kompaktklasse-Generation Opel-Ingenieure mit Fantasie und Leidenschaft an neuen Modellen gearbeitet haben.

Ein Kadett von 1938, der in der Opel-Oldtimersammlung als Ersatzteillieferant gedient hatte, bildete die Basis. Die Technik-Spezialisten aus dem Classic Team machten sich umgehend an die Arbeit. Besondere Herausforderungen waren die Gestaltung des windschnittig geformten Hecks und das Herausarbeiten jener Karosserieteile, die nicht der Kadett-Serie entsprechen.  Auch Konstruktion und Bau des Stoffklappverdecks ohne präzise Unterlagen erforderten viel Fantasie und technisches Verständnis. Einziges Orientierungsmittel waren die alten Fotos.

Dabei ließen sich den alten Bildern sogar scheinbar unsichtbare Geheimnisse entlocken: Um die richtige Farbe des alten Prototyps herauszufinden, wurden die historischen Schwarz-Weiß-Fotos einer präzisen Grauwert-Analyse unterzogen. Ergebnis: Der Ur-Strolch leuchtete in kräftigem Rot.

Der neue alte Strolch wird nun bei Oldtimerveranstaltungen, zum Beispiel auf dem Oldtimer-Grand-Prix vom 7. bis 9. August am Nürburgring, präsentiert. So zeigt Opel eine weitere Facette des erfolgreichen ersten Kadett aus den 30er Jahren, der zudem auch als Cabrio-Limousine angeboten wurde.

Klassische Opel-Anzeigen frisch aufgelegt

14-07-2009

Klassische Opel-Anzeigen frisch aufgelegt




Marke mit dem Blitz setzt auch in der Werbung Trends

Rüsselsheim. Opel blickt nicht nur auf 110 Jahre Automobilproduktion zurück, sondern auch auf eine fast ebenso lange Automobil-Werbegeschichte. Mit einer historischen Anzeige erinnert Opel jetzt in Oldtimer-Magazinen an seine lange Tradition in der Kompaktklasse. Bereits 1969 bewarb das Unternehmen die zweite Nachkriegsgeneration des Kadett mit dem selbstbewussten Slogan „Opel Kadett. Das Auto.“ Die Klarheit der Aussage, konzentriert auf das Wesentliche, kam offensichtlich bei den Kunden an, denn diese Kadett-Generation führte zeitweise die Zulassungsstatistik in Deutschland an. Auch die Rallye-Version fuhr auf der Erfolgsspur und holte 222 Klassensiege in 238 Veranstaltungen. Der markante historische Werbeslogan zum Opel Kadett scheint bis heute seine Ausdruckskraft bewahrt zu haben - auch innerhalb der Werbebranche.

Radrennklassiker Basel-Kleve feiert Wiedergeburt

07.07.2009

Radrennklassiker Basel-Kleve feiert Wiedergeburt

  • Neuauflage des historischen Wettbewerbs mit 80 Jahre alten Opel-Rennrädern
  • Opel-Händler bereiten am jeweiligen Etappenziel einen großen Empfang
Rüsselsheim. Triumph für Fritz Opel: Im Jahr 1894 gewann der Sohn des Firmengründers Adam Opel die internationale Radrennfahrt von Basel nach Kleve. Nun feiert der Wettkampf-Klassiker seine Wiedergeburt: Auf der Opel-Revival-Tour fährt eine Mannschaft vom 8. bis 15. Juli die Wegstrecke nach. Die jeweiligen Tagesetappen enden mit Veranstaltungen bei den örtlichen Opel-Händlern.

Der Sieg des Rüsselsheimers – natürlich auf einem Opel-Rennrad – gilt als legendär. Die besten Straßenfahrer der Zeit nahmen am Wettbewerb teil; Fritz Opel war damals 19 Jahre alt und in der Radsport-Szene noch weitgehend unbekannt. Er bewältigte die 630 Kilometer entlang des Rheins nonstop in weniger als 28 Stunden.

Basel-Kleve heute: Revival mit Original-Fahrrädern

Das letzte Mal gingen Radsportler im Sommer 1934 auf die berühmte Langstreckenfahrt, wobei Opel die Nationalmannschaften von Deutschland, Belgien und der Schweiz mit gelb-schwarzen ZR3-Rennrädern unterstütze. Heute, 75 Jahre nach dem letzten Radrennen von Basel nach Kleve, führen die Freunde historischer Fahrräder des RV Opel 1888 Rüsselsheim und des Fahrzeug-Veteranen-Verbands e.V. die Geschichte fort: Zu sechst fahren sie die exakte Strecke nach und bekunden damit zugleich ihre Verbundenheit zum Unternehmen und seiner Tradition. Unterstützung finden sie in prominenten Weggefährten wie dem vierfachen Querfeldein-Radweltmeister Klaus Peter Thaler oder dem radsport-begeisterten HR-Fernsehmoderator Andreas Hieke, die auf verschiedenen Teilabschnitten in die Pedale treten. Die Mannschaft ist in zeitgenössischen Trikots auf den berühmten, rund 80 Jahre alten restaurierten ZR3-Rädern unterwegs.

Der Startschuss zur Opel-Revival-Tour fällt am 8. Juli in Weil am Rhein bei Basel. Von dort geht es in acht Tagesetappen bis nach Kleve. Am Ende jedes Streckenabschnitts bereitet das jeweils ortsansässige Opel-Autohaus den Teilnehmern einen Empfang, Zuschauer können dort Räder und Ausrüstung unter die Lupe nehmen und mit den Radfahrern fachsimpeln. Opel unterstützt die Tour auch mit Automobilen. So begleitet ein dunkelroter Opel Kapitän aus dem Jahr 1956 das Klassik-Revival, aber auch aktuelle Fahrzeuge sind dabei: ein Opel Movano transportiert das nötige Equipment, Corsa und Antara – jeweils mit dem Fahrradträgersystem FlexFix ausgestattet – dienen als Servicefahrzeuge.

Die Opel-Revival-Tour leistet gleichzeitig einen Beitrag zur „Tour der Hoffnung“: Eine der legendären ZR3-Rennmaschinen kann für eine Spende zugunsten krebskranker Kinder ab 100 Euro pro Tagesetappe gemietet werden. Bei mehreren Interessenten erhält der Höchstbietende den Zuschlag.

Opel produzierte seit 1886 Fahrräder und war Mitte der zwanziger Jahre der größte Fahrradproduzent der Welt. Im Jahr 1937 verkaufte das Unternehmen die Radproduktion, um sich ganz auf den Bau von Automobilen zu konzentrieren.

9. Klassikertreffen an den Opelvillen

2009-06-23

9. Klassikertreffen an den Opelvillen




Größtes Oldtimer-Treffen Deutschlands für alle Marken in Rüsselsheim

Rüsselsheim.  Die Opelvillen und der angrenzende Stadtpark in Rüsselsheim sind am Sonntag, 28. Juni, zum neunten Mal Schauplatz des Klassikertreffens. Opel und die Stadt Rüsselsheim als Organisatoren erwarten zwischen 10 und 16 Uhr erneut mehr als 1.500 klassische Autos, Motorräder, Fahrräder und Traktoren aller Marken sowie mehr als 15.000 Besucher. Damit gilt die Rüsselsheimer Veranstaltung als das größte Oldtimer-Treffen Deutschlands.

Präsentiert werden Zwei- und Vierräder aus dem vergangenen Jahrhundert bis zum Baujahr 1980. Die Teilnahme ist sowohl für Oldtimer-Besitzer als auch für Zuschauer kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ein Highlight des Klassikertreffens ist die Präsentation der noch nie in der Öffentlichkeit gezeigten Rekonstruktion des Prototypen einer Roadster-Version des Kadett von 1938, mit Spitznamen „Strolch“. Der vom Opel Classic Team in liebevoller Arbeit aufgebaute offene Zweisitzer verkörpert ein Stück Opel-Technikgeschichte. Drei Bands spielen auf dem Klassikertreffen und für das leibliche Wohl sorgen Verpflegungsstände mit einer breiten Auswahl an Essen und Trinken. Besucher können den „Strolch“ hautnah erleben und einiges über seinen Werdegang in Erfahrung bringen.

Opel-Cabrios: Frischluft-Fahren als Lebensgefühl

2009-06-09

Opel-Cabrios: Frischluft-Fahren als Lebensgefühl

Ausstellung „Open Air - Powered by Opel“ widmet sich der Cabrio-Tradition



Rüsselsheim.  Der Bau von Cabrios hat bei Opel eine lange Tradition. Unter dem Titel „Open Air- Powered by Opel“ bietet das Unternehmen jetzt in einer Ausstellung im Forum am Rüsselsheimer Bahnhofsplatz Einblicke in die Cabrio-Geschichte. Gezeigt werden dabei nicht nur historische Fahrzeuge, sondern auch die modernen Varianten des Opel-Frischluft-Angebots wie der GT und die TwinTop-Modelle Tigra und Astra.

Vor 110 Jahren, als Opel mit dem Patent-Motorwagen sein erstes Auto baute, gab es keine Alternative zur offenen Fortbewegung. Doch schnell wurden die Fahrzeuge alltagstauglicher, bekamen Stoffverdeck und festes Dach. Das genussvolle Cabrio-Fahren als Lebensgefühl wurde erst in den zwanziger Jahren populär, Opel-Automobile mit flexiblem Dach und der Bezeichnung Cabriolet oder Cabrio-Limousine gab es erstmals im Jahr 1928. Sie entstanden auf der Basis der Modelle 8/40, 10/40, 14/50 und 16/60 PS.

Bis heute hat Opel zahlreiche Fahrzeuge für Frischluft-Freunde kreiert. Die Ausstellung im Forum zeigt einen interessanten Querschnitt: Neben den Klassikern wie den Olympia Cabrio-Limousinen von 1937 und 1950 komplettieren der Kadett Aero (1976) und das Kadett E Cabriolet Edition (1991) den historischen Teil der Ausstellung.

Die Ausstellung beginnt am Dienstag, 9. Juni und ist bis Ende August werktags von
8 bis 18 Uhr zu besichtigen.

Das "feuerrote Spielmobil" ist zurück

2009-05-07

Das "feuerrote Spielmobil" ist zurück

 

  • In den 70er Jahren war ein Opel Blitz der Star im Kinderfernsehen
  • Oldtimer in Afrika wiederentdeckt und in einer Gemeinschaftsaktion zurückgeholt
  • Das Spielmobil wird restauriert und kommt ins Rüsselsheimer Opel-Museum

    Rüsselsheim.  Es ist groß, es ist rot und irgendwie ist es auch knuffig; Kinder jedenfalls fahren auf dieses Auto total ab. Als das „feuerrote Spielmobil“ am 14. Mai 1972 zum ersten Mal über die bundesdeutschen Fernsehschirme rollt, ahnt keiner der Verantwortlichen vom Bayerischen Rundfunk (BR), dass diese Sendung einmal Kult werden würde. Ebenso überraschend: Jetzt kehrt einer der Hauptdarsteller, der lange Zeit als verschollen galt, auf die Bühne zurück. Der rote Opel Blitz mit der Inventarnummer 246 des BR wurde im afrikanischen Namibia entdeckt und ist jetzt via Hafen Hamburg zurück in der Heimat.

    Bei der Melodie von „Kri-Kra-Krokodil, wir fahren mit dem Spielmobil“ oder „Pi-Pa-Pelikan, Spielmobil geht ran“ werden heute noch viele Mittvierziger wehmütig. Bis 1981 fuhr das Spielmobil mit den Stoffhunden Wuff und Biff sowie der Trickfigur Wummi durch die Lande, zeigte die Menschen, die am Wegesrand lebten und erzählte deren Geschichten. Mit dem Ende der Serie verlor sich auch die Spur des Opel Blitz – bis 2008 ein Autor der Zeitschrift Auto Bild den Opel Blitz in Namibia entdeckte. Auf verschlungenen Pfaden hatte es das Spielmobil in die 20.000-Seelen-Gemeinde Otjiwarongo im ehemaligen Deutsch-Südwest verschlagen.

    In einer Gemeinschaftsaktion holten der Bayerische Rundfunk, Auto Bild und die Adam Opel GmbH das feuerrote Spielmobil jetzt nach Deutschland zurück. Der noch immer fahrbereite Opel Blitz, Baujahr 1962, wird vom Opel Classic-Team so restauriert, wie er aus der TV-Sendung der 70er Jahre bekannt ist. Später soll er einen Ehrenplatz im Museum des Rüsselsheimer Autobauers bekommen. Zuvor setzt das Bayerische Fernsehen zu seinem 50. Geburtstag noch auf die Strahlkraft des wiederentdeckten Klassikers und auch der Axel-Springer-Verlag möchte das Spielmobil zu besonderen Anlässen wie Klassiker-Fahrten einsetzen. Das Bayerische Fernsehen hatte bereits am 10. März in seinem dritten Fernsehprogramm über die Wiederentdeckung und die Rückkehr des feuerroten Spielmobils berichtet.

    Die Ursprünge des Opel Nutzfahrzeugbaus begannen bereits 1899. Mit der Fertigung eines Lieferwagens auf Basis des 3,5 PS starken Patentmotorwagens „System Lutzmann“ legte Opel den Grundstein für eine lange Reihe erfolgreicher Nutzfahrzeuge, die heute Namen wie Movano und Vivaro tragen. Unter dem Namen Opel Blitz produzierte der erfolgreiche Automobilhersteller ab 1930 eine komplett neue Baureihe leichter und mittelschwerer Lkw. Mit zahlreichen Überarbeitungen und in vielen Varianten blieb der Opel Blitz bis 1975 im Programm. Insgesamt wurden 442.312 Exemplare des Modells in den Werken Rüsselsheim und Brandenburg gebaut.
  • Art Deco in der Automobilwerbung

    2009-03-06

    Art Deco in der Automobilwerbung 

    Opel stellt stilprägende Grafiken des Berliner Künstlers Bernd Reuters aus

    Rüsselsheim. Wie spannend die Verbindung zwischen Kunst und Automobil sein kann zeigt eine Ausstellung, die derzeit im Opel-Forum am Rüsselsheimer Bahnhofsplatz zu sehen ist. Unter dem Titel „Bernd Reuters – Opel-Werbung von 1932 bis 1948“ werden Grafiken präsentiert, die den zeitgenössischen Werbestil entscheidend prägten.

    Von Bernd Reuters, der im Jahr 1901 in Berlin geboren wurde und dort an der Kunstgewerbeschule studierte, stammen einige der beeindruckendsten deutschen Werbegrafiken - die meisten davon fertigte der Künstler ab den frühen 30er Jahren für Opel an. Der Prospekt für den Admiral aus dem Jahr 1938 – damals war Opel Europas größter Fahrzeughersteller – gilt als einer der Klassiker in der Geschichte der Automobilreklame. Dabei entwickelte Reuters eine unverwechselbare graphische Handschrift, die sich am Stil des Art Deco orientierte und zahlreiche Zeichner und Werbegrafiker beeinflusste.

    Die Ausstellung der Reuters-Werke wird komplettiert durch Original-Fahrzeuge ihrer Zeit: Den Moonlight Roadster, das Gläser Super 6 Cabrio, den Admiral, die Kadett Cabrio-Limousine sowie den Opel 1.3 Liter. Natürlich fehlen auch ihre modernen Gegenstücke wie Insignia oder Astra TwinTop nicht.

    Die Ausstellung ist zunächst bis Juli in Rüsselsheim während der Öffnungszeiten des Opel-Forums (werktags von 8 bis 18 Uhr) zu sehen, danach wandert sie nach Bochum und schließlich nach Berlin.

    Legendäre Oldtimer-Rallye macht bei Opel Station

    2009-02-10

    Legendäre Oldtimer-Rallye macht bei Opel Station


    15. AvD-Histo-Monte: Prüf- und Kontrollstationen im Testzentrum Dudenhofen und im Werk



    Rüsselsheim. Vom 12. bis 15. Februar stellen historische Fahrzeuge auf der Strecke vom hessischen Hanau ins mondäne Monaco unter Beweis, wie gut sie in Schuss sind. Einer der Höhepunkte ist das Durchfahren der Opel Classic Werkstatt von 10.15 bis 11.30 Uhr am Donnerstag, 12. Februar im Werk Rüsselsheim. Es ist die zweite Station nach dem Start und ersten Prüfungen im Opel-Testzentrum in Dudenhofen. Flankiert von historischen Opel-Fahrzeugen führt die Route der 56 gemeldeten Teams weiter zum Hauptportal am Bahnhofsvorplatz.

    Auf der rund 2.000 Kilometer langen Gleichmäßigkeitsprüfung für klassische Rallyefahrzeuge sind auch wieder Opel Werksfahrzeuge am Start. Neben dem 72er Commodore B GS mit dem bewährten Team Berger/Thaler wird auch ein 81er Ascona 400, pilotiert von n-tv Fernsehteams starten. Für Sicherheit bei Glätte und schlechten Straßen sorgen nagelneue Dunlop-Reifen. Denn die Monte-erprobten Youngtimer starten unter gemeinsamer Nennung als Dunlop-Opel-Classic Team.

    Natürlich wollen die Fahrer der Rüsselsheimer Marke auch in diesem Jahr wieder ganz vorne mit dabei sein, schließlich fuhren die Teams Stahl/Göbel im Jahr 2000 und Thaler/Berger im Jahr 2001 den Gesamtsieg bei der Histo-Monte ein.

    Opel auch früher erfolgreich im Kampf um die vorderen Ränge

    Auch bei der 1911 erstmals ausgetragenen Original-Rallye Monte Carlo konnten die Rüsselsheimer Sportfahrzeuge große Erfolge verbuchen. 1936 feiert eine vierköpfige Mannschaft auf einem Olympia den ersten Klassensieg. In den sechziger Jahren sorgt Opel für so manche Überraschung. Ein Garant dafür: der neue Kadett, mit dem die Rüsselsheimer ab 1962 die Karten im gehobenen Kleinwagensegment neu mischen und ein agiles Sportgerät auf die Räder stellen. Gegen stärkste internationale Konkurrenz in seiner Klasse setzt sich 1966 beispielsweise das Team Lambart/Vogt auf dem serienmäßigen 1,1 Liter-Kadett B Coupé durch. Gleichzeitig erringt der Stockholmer Lillebror Nasenius mit seinem Landsmann Brattberg auf einem Opel Rekord C 1,9 Liter in der Serientourenwagen-Kategorie 2.500 ccm einen weiteren Sieg. Immer wieder behaupten sich die Serientourenwagen aus Rüsselsheim gegen die damals weitaus überlegenen Grand Tourismo-Fahrzeuge. Der Lohn: Mehrmals wird Opel nach Porsche die zweitbeste deutsche Marke bei der „Monte“.

    Anfang der 70er Jahre fährt insbesondere das Team Ragnotti/Thimonier viele Gruppensiege ein – ob bei den Spezialtourenwagen auf einem Rallye Kadett oder mit einem Opel Ascona 19 SR. 1970 erkämpfen sich die Französinnen Marie Claude Beaumont und Martine de la Grandrive auf Commodore GS den begehrten Damenpokal.

    Neuer Stern am Monte Carlo-Himmel: Walter Röhrl

    1973 verzeichnet das Opel-Lager einen Neuzugang, der für viele Fans als ungekrönter König in die Geschichte der Rallye eingehen wird. Als Nachwuchstalent will der damals 25-jährige Walter Röhrl das Feld aufmischen. Nach nur wenigen Starts erringt er mit seinem Copiloten Jochen Berger auf einem Ascona A im Team von Opel-Tuner Irmscher die Vize-Europameisterschaft und wird 1974 Rallye-Europameister. 1976 liegen die beiden auf ihrem Kadett C GT/E bis zur stets großes Aufsehen erregenden Zusatzprüfung „Monaco – Monaco“ – Rallye-Fans nennen sie auch die „Nacht der langen Messer“ – auf Rang sechs und kämpfen sich am Ende auf den vierten Platz in der Gesamtwertung der Gruppe 4 vor. Damit dringen sie in das Feld der viel stärker motorisierten Lancia Stratos ein.

    1982 gewinnt Röhrl die Rallye Monte Carlo mit einem Ascona B 400 und legt damit den Grundstein für die Rückeroberung des Weltmeistertitels, den der Regensburger bereits 1980 inne hatte. Für Opel wird es mit dem Gewinn der Fahrerweltmeisterschaft, der Vize-Weltmeisterschaft (Marken), der Europameisterschaft sowie sieben nationalen Meistertiteln das erfolgreichste Rallye-Jahr.