Opel Olympia Rekord P1 ziert Wohlfahrtsmarke 2003

6. Oktober 2003
Opel Olympia Rekord P1 ziert Wohlfahrtsmarke 2003



Bundespräsident Johannes Rau nimmt Erstdrucke der Briefmarken entgegen

Rüsselsheim/Berlin. Der legendäre Opel Olympia Rekord P1 von 1957 ziert in diesem Jahr die Wohlfahrtsmarken zu Gunsten sozialer Projekte. Bundespräsident Johannes Rau nahm am 2. Oktober auf dem Schloss Bellevue in Berlin die Erstdrucke der Briefmarken aus der Hand von Bundesfinanzminister Hans Eichel entgegen. Pro verkaufter Marke geht ein Zuschlagerlös von 20, 25 oder 56 Cent an die Wohlfahrtsverbände. Neben dem Opel Olympia Rekord P1 sind auf den Briefmarken auch Automobil-Klassiker von Porsche, Ford, Auto Union und Wartburg zu sehen. Damit knüpfen die Wohlfahrtsmarken 2003 an die erfolgreiche Oldtimer-Serie im vergangenen Jahr an.

Der Olympia Rekord P1 feierte seine Premiere auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt 1957. Er begeisterte Publikum und Fachpresse gleichermaßen. Die Designer hatten bei dem neuen Mittelklasse-Modell geschickt amerikanische Stilelemente mit europäischen Dimensionen kombiniert. Und der Preis von 6.385 DM war für viele Menschen erschwinglich. So wurde der P1 ein Riesenerfolg und verkaufte sich zwischen 1957 und 1960 fast 800.000 Mal.

Rekordfahrt des RAK2 vor 75 Jahren

2. September 2003
Ausstellung zur Opel-Raketengeschichte wird verlängert
"Opel in Berlin" erinnert an Rekordfahrt des RAK2 vor 75 Jahren



Rüsselsheim/Berlin. Die Ausstellung zur Geschichte des Raketenantriebs im Marken- und Kommunikations-Zentrum "Opel in Berlin" wird verlängert. Noch bis zum Ende des Jahres können die Besucher originalgetreue Nachbauten des legendären RAK2 und des Opel-Raketenmotorrads bewundern. Daneben erinnern zahlreiche Text- und Fototafeln, ein historischer Dokumentarfilm sowie ein Modell des Opel-Raketenflugzeugs an die Rekordfahrt Fritz von Opels vor 75 Jahren.

Am 23. Mai 1928 steuerte der Enkel des Firmengründers Adam Opel seinen von 24 Raketen betriebenen Rennwagen in der Rekordgeschwindigkeit von 238 Stundenkilometern über die Berliner Avus: der Höhepunkt in der Geschichte des Raketenantriebs bei Opel. 3.000 geladene Gäste, unter ihnen Filmstar Lilian Harvey, der Dichter Joachim Ringelnatz und Boxidol Max Schmeling, verfolgten das Ereignis. Die Zeitschrift „Das Motorrad“ schrieb über die Rekordfahrt: „Es konnte sich niemand des Eindrucks erwehren, dass man am Beginn eines neuen Zeitalters steht. Vielleicht ist der Opelwagen mit Raketenantrieb der erste praktische Schritt zur Überwindung des Weltalls.“

Das Raketenzeitalter begann in Rüsselsheim

21. Mai 2003
Die Opel-Raketengeschichte
Das Raketenzeitalter begann in Rüsselsheim



Rüsselsheim/Berlin. 23. Mai 1928: Auf der Berliner Avus jagt ein zigarrenförmiger Rennwagen an über 3.000 geladenen und begeisterten Zuschauern vorüber. Hinter sich zieht er einen langen Feuer- und Rauchschweif her. Fritz von Opel, Unternehmer aus Rüsselsheim und Enkel des Firmengründers Adam Opel, hat die 24 Pulverraketen seines RAK2 nacheinander gezündet und mit 238 km/h einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Insgesamt katapultieren 120 Kilo Sprengstoff den "Raketen-Fritz", wie er im Volksmund genannt wird, über die Rennbahn.

Der Rüsselsheimer Urknall für das Raketen-Zeitalter erfolgt bereits im Herbst 1927. Nach einem Treffen mit dem Testpiloten und Raketen-Visionär Max Valier beschließt Fritz von Opel, sich aktiv an der Entwicklung eines neuen "Raketen-Motors" zu beteiligen. Zur Umsetzung dieses ehrgeizigen Zieles schließt Opel einen Vertrag mit Friedrich Wilhelm Sander, der sich bereits mit raketengetriebenen Rettungsgeräten einen Namen gemacht hat, mit denen Leinen zu gestrandeten Schiffen geschossen werden. Die Zusammenarbeit trägt bald erste Früchte: Am 12. März 1928 findet in Rüsselsheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit der erste bemannte Raketenversuch der Welt auf der Opel-Rennbahn statt. Ebenfalls dort erreicht am 11. April 1928 ein RAK1 genannter Prototyp binnen acht Sekunden 100 km/h.

Da die Höchstgeschwindigkeit auf der Rüsselsheimer Hausstrecke auf maximal 120 km/h begrenzt war, präsentierte Fritz von Opel den technisch und aerodynamisch verfeinerten RAK2 zu einer spektakulären Rekordfahrt am 23. Mai 1928 auf der Berliner Avus und stellte das neuartige Antriebssystem erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor.

Nach dem großen Erfolg setzt Fritz von Opel seine Experimente umgehend fort: Der unbemannte RAK3 – ein Schienenfahrzeug mit zehn Feststoffraketen – erreicht am 23. Juni 1928 auf Eisenbahngleisen bei Burgwedel vor 30.000 Zuschauern mit einem Durchschnittstempo von 180 km/h einen Schienen-Weltrekord mit 256 km/h.

Bei einem weiteren Versuch im August 1928 wurde das gleichfalls unbemannte Schienenmobil RAK4, doppelt so schwer, jedoch mit 30 Raketen geladen, zerstört.

Versuchsfahrten mit einem Opel-Motorrad, das er – ebenfalls im Jahr 1928 – mit einem 22 PS starken Einzylindermotor auf etwa 120 km/h beschleunigen will, ehe er im Leerlauf rollend nacheinander 6 Pulverraketen mit insgesamt 30 Kilo Sprengstoff zündet, werden aus Sicherheitsgründen behördlich untersagt.

Doch im Jahr darauf wendet sich Fritz von Opel einer weiteren Pioniertat zu: dem raketengetriebenen Flugzeug. Sein Hochdecker mit doppeltem Leitwerk ist das erste speziell für Raketenantrieb konstruierte Flugzeug der Welt. Nach ausführlichen Schleppversuchen und Probeflügen zur Entwicklung der erforderlichen Treibsätze steigt der Abenteurer am 30. September 1929 erfolgreich mit dem "RAK I Friedrich" in die Lüfte. Auf dem Frankfurter Flughafen, damals noch auf dem Rebstock-Gelände gelegen, erreicht er eine Höhe von gut 15 Meter und legt in eineinhalb Minuten knapp zwei Kilometer zurück. Es ist der erste öffentliche Raketenflug in der Geschichte der Luftfahrt.

Zum ersten Mal ist es einem Menschen gelungen, ausschließlich mit Raketenkraft zu starten und in einen Steigflug mit anschließendem Streckenflug überzugehen. Doch während des Fluges versagt der mit einem Akku betriebene Zündmechanismus für die Raketen, und Fritz von Opel landet unsanft in "ungeeignetem Gelände", wie es in Zeitungsberichten heißt. Die "RAK I Friedrich" ist zerstört, der Pilot unverletzt.

Dies war der letzte Raketenversuch bei Opel. Danach wurden unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise die Experimente eingestellt und die Entwicklungskapazität des Unternehmens auf die Fahrzeugentwicklung konzentriert.

Innovationsfreude und technische Kompetenz zeichnen die Adam Opel AG bis heute aus. Die Erforschung und Entwicklung neuer Antriebstechnologien gehört zu den vor-rangigen Unternehmenszielen.

Opel fing bei Adam an

7. Mai 2003
Opel fing bei Adam an
Aufstieg aus handwerklichen Anfängen zur industriellen Großproduktion



Rüsselsheim. Der Unternehmer und Firmengründer Adam Opel wäre am 9. Mai 2003 166 Jahre alt geworden. Mit der 1862 gegründeten Nähmaschinen- und der späteren Fahrrad-produktion legte der gebürtige Rüsselsheimer den Grundstein für das Automobilunter-nehmen Opel. Als typischer Vertreter des klassischen Unternehmers im Zeitalter der Industrialisierung schaffte Adam Opel den Aufstieg aus einer einfachen Handwerker-Familie zum weltweit erfolgreichen Fabrikanten.

Adam Opel wurde am 9. Mai 1837 als Sohn eines Schlossers in Rüsselsheim geboren. Seine Lehrjahre verbrachte er, wie seine beiden Brüder Georg und Wilhelm, in der Werkstatt des Vaters. Sein Interesse am technischen Fortschritt und neuen Industrien führten ihn nach Paris und zu einer Anstellung in einer dortigen Nähmaschinenfabrik. Mit seinen in Frankreich erworbenen Kenntnissen kehrte Adam Opel nach Rüsselsheim zurück und gründete 1862 seine eigene Nähmaschinenproduktion und damit das Unternehmen Opel. Rasch anstei-gende Produktionszahlen in den ersten Jahren brachten ihm den wirtschaftlichen Erfolg und der Manufaktur industrielle Fertigungsmethoden. 1868 erweiterte Opel die Produktion und baute eine moderne Fabrik außerhalb des Rüsselsheimer Ortskerns, in der erstmals Dampfkraft zum Einsatz kam. Als Unternehmer mit sicherem Gespür für Marktchancen neuer Produkte schaffte Adam Opel 1886 ein zweites Standbein für seinen Betrieb: Fahr-räder. In den folgenden Jahrzehnten avancierte Opel zum weltgrößten Fahrrad-Hersteller.

Beim Tod des Firmengründers und fünffachen Familienvaters im Jahre 1895 war Opel mit rund 600 Mitarbeitern einer der großen Arbeitgeber in Deutschland. Den Beginn der Automobil-produktion in Rüsselsheim ab 1899 leiteten bereits seine fünf Söhne und seine Frau Sophie ein.

"Räder für die Welt" – Die Fahrradproduktion von Opel

14. April 2003
"Räder für die Welt" – Die Fahrradproduktion von Opel
Ausstellung mit Original-Exponaten im Rheinhessischen Fahrradmuseum



Rüsselsheim. Mehr als 2,5 Millionen Fahrräder wurden zwischen 1886 und 1937 in der Rüsselsheimer Opel-Fabrik produziert. Jetzt erinnert die Ausstellung "Räder für die Welt" im Rheinhessischen Fahrradmuseum in Gau-Algesheim an diese Zeit. Zu bewundern sind zehn Originalräder – vom ersten Hochrad bis hin zum berühmten Steher-Fahrrad, mit dem der Belgier Léon Vanderstuyft 1928 einen bis heute ungeschlagenen Stundenweltrekord aufstellte. Außerdem zeigt die Ausstellung ein Repertoire an Exponaten rund um das Fahrrad. Zeitgenössische Fotografien und Werbeanzeigen komplettieren den Überblick.

Firmengründer Adam Opel entdeckte 1884 bei einer Geschäftsreise nach Paris das Hochrad und fasste den Entschluss, seine erfolgreiche Nähmaschinenfertigung um die Produktion von Fahrrädern zu erweitern. Als 1886 das erste Hochrad die Fabrik verließ, galt Adam Opel als einer der ersten Fahrradproduzenten Deutschlands. Die Umstellung von den "Knochenbrecher" genannten Hochrädern auf die komfortableren Niederräder erfolgte schon ein Jahr später. Qualität, Service, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und nicht zuletzt die über 560 Rennsiege seiner fünf Söhne auf Opel-Rädern begründeten den exzellenten Ruf der Produkte aus dem Hause Adam Opel. In den 20er Jahren war Opel der weltgrößte Fahrradproduzent. Im Jahr 1937 rollte dann das letzte Fahrrad mit der Produktionsnummer 2.621.964 aus den Werkshallen in Rüsselsheim.

75-jährige Zusammenarbeit zwischen der Bahn und Opel

20. März 2003
75-jährige Zusammenarbeit zwischen der Bahn und Opel



Kooperation ist der entscheidende Faktor für den reibungslosen Teile-Verkehr

Rüsselsheim. Die Adam Opel AG und die Deutsche Bahn AG blicken auf eine 75jährige erfolgreiche Zusammenarbeit zurück. Die strategische Kooperation der beiden Unternehmen ist heute ein entscheidenden Faktor für den reibungslosen Teile-Verkehr zwischen den Werken im europäischen Opel-Produktionsverbund. Über eine Million Tonnen Güter und damit 95 Prozent des Transportvolumens der Adam Opel AG werden jährlich mit Deutsche Bahn Cargo durch Europa transportiert. Die Schiene ist für Opel damit zu einem verlängerten Fließband geworden.

Wolfgang Pfaff, Koordinator für die europaweiten Bahntransporte bei Opel, sieht eine Fülle von Argumenten, die für die Nutzung der Bahn sprechen: "Neben wirtschaftlichen Vorteilen im Vergleich zum Lkw-Transport wird vor allem dem Umweltaspekt langfristig Rechnung getragen. Als nachhaltig orientiertes Unternehmen wird Opel damit auch in Sachen Transport seiner Verantwortung mehr als gerecht." Die Anfänge dieser Kooperation mit der Bahn reichen bis zu den ersten Aufträgen des Unternehmens im März 1928 an die damalige Reichsbahndirektion in Mainz zurück. Bereits der erste Fabrikbau wurde 1868 rund 200 Meter neben der damals noch jungen Bahnlinie Frankfurt-Mainz errichtet. Noch heute besitzt Opel einen eigenen Werks-Bahnhof in Rüsselsheim.

Wie wichtig die intensive Zusammenarbeit der beiden Unternehmen ist, zeigt das von Opel für den Verkehr mit seinem Werk in Zaragoza (Spanien) entwickelte und von der Bahn umgesetzte Otello-Konzept. Früher mussten in einigen Fällen Waggons samt Ladung auf Grund der in Europa unterschiedlichen Schienenformate zeitraubend an der spanischen Staatsgrenze ausgetauscht werden. Das Otello-Konzept sorgt nun für einen wirtschaftlicheren Ablauf, da sich die europäischen Bahnen geeinigt haben, dass verschiedene Ladungsarten in einem Zug zusamengefasst werden können.

Durch diese Genehmigung können jetzt für alle Lieferungen Wagen benutzt werden, die flexibel auf andere Achsen umsetzbar und somit auf den unterschiedlichen Spurbreiten in Spanien eingesetzt werden können. Im Rahmen des Otello-Konzepts kann der bis zu 700 Meter lange Zug seit dem 1. Mai 2002 damit den gesamten Ladeverkehr der Adam Opel AG abwickeln. Der Zug ist außerdem in das Opel-Logistik-Zugsystem eingebunden. Über die Drehscheibe Mainz-Bischofsheim gehen Ladungen in die Opel-Werke Szentgotthard (Ungarn), Wien-Aspern (Österreich), Antwerpen (Belgien) und Zaragoza (Spanien) sowie Eisenach, Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern.

Eine zweite Innovation in der kreativen Zusammenarbeit ist der Opel-Benelux-Express. Er transportiert seit Ende 2002 täglich mit vier Zügen Teile zwischen den Opel-Werken in Bochum und Antwerpen. Der Transport erfolgt dabei effizient über drei Länder mit nur einem Lokwechsel am Grenzübertritt in die Niederlande. Ab Herbst dieses Jahres sollen Mehrsystemloks, die über die Landesgrenzen hinaus eingesetzt werden, für eine weitere Zeitersparnis sorgen. Wilfried Kramer, Leiter Marktbereich Automotive DB Cargo AG, sagte zu der Zusammenarbeit mit Opel: "Die klaren Wünsche von Opel an uns als Transport- und Logistikdienstleister haben zu einer langen und fruchtbaren Zusammenarbeit geführt. Den Schienenverkehr als verlängertes Fließband zu betrachten, war Ursprung vieler Innovationen bei der gemeinsamen Erarbeitung von neuen Konzepten. Opel und die Bahn haben so ein einzigartiges Logistikzugsystem für den Autoteile- und Automobiltransport aufgebaut."

Opel Ascona A schnuppert wieder Rallye-Luft

4. Februar 2003
11. AvD-Histo-Monte
Opel Ascona A schnuppert wieder Rallye-Luft



Opel Winner Team: Ehemaliger Rad-Weltmeister Thaler und Ex-Röhrl-Copilot Berger

Rüsselsheim. Der viermalige Rad-Querfeldein-Weltmeister Klaus-Peter Thaler und Jochen Berger, Ex-Beifahrer von Walter Röhrl, treten auch zur 11. AvD-Histo-Monte wieder an. Die diesjährige Neuauflage des historischen Rallye-Ereignisses startet am 13. Februar 2003 in Bad Homburg und führt bis 19. Februar 2003 durch Deutschland, Luxemburg und Frankreich. Rund 100 Teams nehmen mit ihren historischen Rallye-Fahrzeugen aus den Baujahren 1931 bis 1978 an der bis zu rund 2.400 Kilometer langen Wertungsfahrt teil.

Klaus-Peter Thaler – nach dem Ende seiner Profi-Radrennfahrerkarriere erfolgreicher Langstrecken-Spezialist auf Opel-Tourenwagen – pilotiert den 200 PS starken Original-Ascona A Rallye aus dem Opel-Werksmuseum, mit dem Walter Röhrl und Jochen Berger 1974 Rallye-Europameister wurden. Jochen Berger, von 1972 bis 1976 Copilot von Walter Röhrl und ehemaliger Teammanager der Opel-Motorsportabteilung, liest das Gebetbuch vor.

Das Team Thaler/Berger hatte auf dem gelb-schwarzen Ascona bereits vor zwei Jahren die 9. AvD-Histo-Monte gewonnen. Im Vorjahr startete das Duo mit dem legendären Gruppe-4-Rallyewagen Opel Ascona 400 – dem Rallye-Weltmeisterauto 1982 und Siegerwagen von Walter Röhrl und Beifahrer Christian Geistdörfer bei der Rallye Monte Carlo desselben Jahres.