Ein "gelber Engel" für Opel

13. Dezember 2001
Ein "gelber Engel" für Opel



ADAC überreicht einen 20-jährigen Opel-Kadett

Rüsselsheim. Einen Kadett Caravan aus dem Jahr 1981 überreichte Dr. Erhardt Oehm, Vizepräsident des ADAC und Präsident des ADAC Hessen-Thüringen heute der Adam Opel AG. Stellvertretend für den Automobilhersteller nahm Vorstandsmitglied Klaudia Martini das gelbe Pannenhilfefahrzeug in Empfang, das bis zum Sommer 1988 auf den Straßen und Autobahnen rund um Darmstadt seinen Dienst verrichtet hatte. Anschließend wurde der Kadett 13 Jahre lang ausgestellt und wird jetzt als 271. Fahrzeug in die Opel-Oldtimersammlung aufgenommen.

Mit 275.187 Kilometern auf der Kurbelwelle war der Kadett D mit seinem 44 kW/60 PS starken 1,3-Liter-Benzinmotor in seiner Dienstzeit stets ein Muster an Zuverlässigkeit. Zur Ausrüstung des im unverwechselbaren Gelb des Automobilclubs gehaltenen Fahrzeugs gehören unter anderem zwei Sprechfunkgeräte, die typischen Signalleuchten auf dem Dach und eine komplette Pannenhilfeausrüstung.

Opel-Vorstandsmitglied Klaudia Martini zeigte sich erfreut über den Zuwachs für die Klassikerkollektion: "Der ADAC-Kadett steht für unsere Markentugenden Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit. Dank seiner Rolle als Helfer für liegengebliebene Fahrzeuge war er darüber hinaus ein guter Botschafter und Sympathieträger für Opel. Er hat deshalb seinen Platz in unserer Sammlung redlich verdient."

Opel Astra feiert zehnjähriges Jubiläum

13. August 2001
Weltweit über sieben Millionen Einheiten produziert
Opel Astra feiert zehnjähriges Jubiläum

  • Der Astra ist der erfolgreichste Opel aller Zeiten
  • Breit gefächertes Modellprogramm deckt vielfältigste Kundenwünsche ab
  • Astra Eco 4 erstes Vierliter-Auto in der kompakten Mittelklasse
  • Motorsport-Versionen und Modelle mit alternativem Antrieb haben Tradition
  • Fertigung auf vier Kontinenten, Verkauf in fast 90 Ländern rund um den Globus

Rüsselsheim/Bochum. Happy birthday, Opel Astra! Vor zehn Jahren rollte am 12. August 1991 ein magmaroter Astra Caravan vom Fließband des Bochum Opel-Werkes – das allererste Modell des Nachfolgers der legendären Kadett-Baureihe. Inzwischen ist der Astra mit weltweit mehr als sieben Millionen produzierten Exemplaren - davon rund 6,5 Millionen Einheiten in Europa - längst ein bewährter Bestseller, dessen Qualitäten in knapp 90 Ländern rund um den Globus gefragt sind. Gefertigt wird der Fronttriebler in insgesamt elf Werken auf vier Kontinenten – sechs in Europa, zwei in Südamerika, zwei in Asien und eines in Afrika.

"Dem Astra ist es gelungen, die langjährige Erfolgsgeschichte des Kadett fortzuschreiben", freut sich Opel-Markenvorstand Alain Uyttenhoven: "Wie kaum eine zweite Modellreihe hat er das Gesicht des Unternehmens geprägt und wichtige Opel-Botschaften in die Welt getragen. Dazu zählen in erster Linie ein ausdrucksstarkes Design, vielseitige Nutzbarkeit, hohe Fahrdynamik und Preiswürdigkeit."

Die erste Astra-Generation (1991 - 1998) ist das meistverkaufte Opel-Modell aller Zeiten. Mit 4,42 Millionen produzierten Exemplaren löste diese Baureihe den bisherigen Rekordhalter Kadett E (1984 - 1991) mit einer Stückzahl von 3,8 Millionen ab. Rekordverdächtig ist auch die aktuelle Astra-Modellreihe: Die im Frühjahr 1998 gestartete zweite Generation wurde innerhalb von drei Jahren bereits 2,59 Millionen Mal produziert. Neben der dynamischen Fahrwerks- und Antriebstechnik, die auch im sportlichen Design ihren Ausdruck findet, der fortschrittlichen ECOTEC-Motorenfamilie und den großzügigen Platzverhältnissen im Innenraum zählt das umfassende Sicherheitspaket zu den wichtigsten Stärken des aktuellen Astra. Als erstes Opel-Modell erhielt der er zudem eine vollverzinkte Karosserie.

Wie sehr solche Pluspunkte Europas Autofahrer von den Qualitäten des Astra überzeugen, zeigt auch das im März dieses Jahres gestartete Astra Cabrio. Es erfreut sich bereits so großer Nachfrage, dass Opel ab September 2001 die Jahresproduktion bei Bertone von 11.000 auf 14.300 Einheiten erhöhen wird. Hinzu kommt: Der Astra Caravan ist im ersten Halbjahr 2001 trotz des Erfolges des Zafira der zweitpopulärste Kombi aller Klassen in Europa. Von 1993 bis 2000 stand er sogar ununterbrochen an der Spitze der europäischen Kombi-Zulassungsstatistik.

Stückzahlmäßig größter Markt für den Astra ist Deutschland mit 79.498 verkauften Exemplaren von Januar bis Juni 2001. Dahinter rangieren Großbritannien (62.699), Italien (32.295) und Spanien (27.501). Die beliebteste Version in Westeuropa ist die fünftürige Fließheck-Limousine Astra 1.6 mit 62 kW/85 PS. Auf den Plätzen zwei und drei der Publikumsgunst stehen der Astra Caravan 1.7 DTI (55 kW/75 PS) sowie der Fünftürer-Astra mit dem 1.6 16V-Benzinmotor (74 kW/100 PS). Außerhalb Europas sind Brasilien und Australien die volumenstärkste Absatzgebiete: In Brasilien entschieden sich im ersten Halbjahr 2001 bereits 22.028 Käufer für den dort produzierten Chevrolet Astra, nach Australien gingen 19.636 Astra, die dort unter der Marke Holden verkauft werden.

Mehrere Millionen Modellkombinationen möglich

Eine weitere Stärke des Astra ist die große Bandbreite des Modellangebots. Die Palette ist so vielfältig wie bei kaum einer anderen Baureihe. Die Folge: Jeder Käufer kann sich das Auto zusammenstellen, das seinen Wünschen und Mobilitätsbedürfnissen am besten entspricht.

Die Auswahl ist riesig und umfasst je nach Land bis zu:

  • acht Karosserieversionen (3- und 5-türige Fließheck-Limousine, 4-türige Stufenheck-Limousine, Caravan, Coupé, Cabrio und Lieferwagen Astravan sowie die Stufenheck-Limousine Astra Classic auf Basis des Vorgängermodells)
  • neun Motorisierungen (vom 1.2 16V mit 55 kW/75 PS bis zum 141 kW/192 PS starken 2.0 16V-Turbotriebwerk)
  • sechs Ausstattungslinien.

Noch mehr Individualität erlauben die über 50 Sonderausstattungen von "A" wie Anhängerzugvorrichtung bis "Z" wie Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung sowie das Original Opel Zubehör. Mehrere hundert Millionen unterschiedliche Astra lassen sich so theoretisch konfigurieren.

Multitalent für Spritsparer und Motorsportler

Mit seinen exzellenten aerodynamischen Eigenschaften, der intelligenten Leichtbau-Konstruktion und den modernen ECOTEC-Motoren ist der Astra fürs Spritsparen geradezu prädestiniert. Alle Versionen gehören zu den genügsamsten Vertretern ihrer Leistungskategorie. Das Abgasverhalten ist gleichfalls vorbildlich: Sämtliche Benziner erfüllen die erst ab 2005 obligatorische Euro 4-Abgasnorm. Absoluter Sparmeister ist der Astra Eco 4, das erste familientaugliche Vierliter-Auto in der Kompaktklasse. Mit seinem MVEG-Durchschnittsverbrauch von lediglich 4,4 Litern auf 100 Kilometer setzt dieses von einem 1,7-Liter-Turbodiesel-Direkteinspritzer (55 kW/75 PS) angetriebene Modell neue Maßstäbe.

Dass sich nicht nur mit konventionellen Verbrennungsmotoren eine hohe Umweltverträglichkeit bei vollem Alltagsnutzen erreichen lässt, belegen die Astra-Modelle mit alternativem Antrieb. 1992 startete das Elektroauto Impuls 2 auf Astra Caravan-Basis. Der Nachfolger Impuls 3 bewährte sich während eines Großversuchs auf der Ostseeinsel Rügen. Die zehn Versuchsträger mit Elektroantrieb legten zwischen 1993 und 1997 insgesamt mehr als 350.000 Kilometer zurück. 1996 ging der Opel Astra Caravan CNG mit Erdgasantrieb in einer Kleinserie von 500 Fahrzeugen in die praxisnahe Erprobung.

Seine vielseitige Begabung stellt der Astra ebenso im Motorsport unter Beweis: Auf der Rundstrecke kommen von der Serie abgeleitete Versionen genauso erfolgreich zum Einsatz wie auf Eispisten, bei Bergrennen oder Rallycross-Veranstaltungen. Mit Front-, Heck- oder Allradantrieb, Vier-, Sechs- oder Achtzylinder-Motoren sowie einer Leistung von 160 bis zirka 540 PS sind die Rennwagen für ihr jeweiliges Einsatzgebiet bestens gerüstet. Opel V8 Coupé, Astra OPC, Astra Kit Car, Astra V6 4x4 und Astra T16 4x4 heißen die Modelle, die unter anderem bei der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM), dem Veedol-Langstreckenpokal und nationalen Rallyemeisterschaften an den Start gehen. Im Breitensport vertrauen viele Privatteams zudem auf die dynamischen Qualitäten und die hohe Zuverlässigkeit der Astra GSi-Versionen. Mit der Supersportwagen-Studie Astra Coupé OPC X-Treme hat Opel auf dem Genfer Automobilsalon im Frühjahr 2001 schließlich den schnellsten straßentauglichen Opel aller Zeiten präsentiert. Der Flügeltürer, der von einem 326 kW/444 PS starken 4,0-Liter-Achtzylinder angetrieben wird, besitzt die reinrassige Renntechnik des DTM-Astra.

Weltauto – Astra-Produktion in elf Werken auf vier Kontinenten

Produziert wird der Astra in elf Werken auf vier Kontinenten. In Europa sind es die Fertigungsstätten in Antwerpen (Belgien), Bochum und Eisenach (Deutschland), Ellesmere Port (Großbritannien), Grugliasco (Bertone, Italien), wo Astra Cabrio und Coupé hergestellt werden, sowie das Werk in Gliwice (Polen), in dem die Produktion des Astra Classic erfolgt. Als wahres Weltauto wird der Astra ebenso in Argentinien, Indien, Südafrika, und Taiwan aus CKD-Teilesätzen montiert (Completely Knocked Down). In Brasilien läuft der Astra seit August 1998 als Chevrolet von den Fertigungslinien.

Opel-Motorradgeschichte im Blickpunkt

20. April 2001
Ausstellung im Forum Marktstraße
Opel-Motorradgeschichte im Blickpunkt



Rüsselsheim. Im Ausstellungsraum der Adam Opel AG in der Marktstraße in Rüsselsheim lässt das Unternehmen die Geschichte seiner rund 30 Jahre währenden Motorrad-Fertigung Revue passieren. Aktueller Anlass ist das einhundertste Jubiläum des ersten motorisierten Opel-Zweirads aus dem Jahre 1901. Die sowohl in technischer als auch in wirtschaftsge-schichtlicher Hinsicht aufschlussreiche Ausstellung kann von Montag, 23. April, bis 1. Juni 2001 außer an den Wochenenden täglich zwischen 8 und 17 Uhr kostenlos besucht werden.

Das Exponate-Spektrum reicht von zeitgenössischen Accessoires bis hin zur innovativen, 22 PS starken Opel Motoclub mit Pressstahlrahmen aus dem Jahr 1930, die schon auf Grund ihres revolutionären Designs die Blicke auf sich zieht.

Ein weiteres Glanzlicht unter den elf ausgestellten Motorrädern - inklusive drei Rennmodellen - ist die zweieinhalb Meter lange und fünf Zentner schwere Opel-Stehermaschine. Das imposante, mit einem funktionstüchtigen Zweiliter-Vierzylinder ausgerüstete Schrittmacher-Fahrzeug für Fahrrad-Rekordversuche präsentiert sich nach den jüngst abgeschlossenen Restaurierungsarbeiten in tadellosem und absolut originalgetreuen Zustand.

Gesamtsieg für Thaler/Berger im ehemaligen Röhrl-Ascona

24. Januar 2001
9. AvD-Histo-Monte
Gesamtsieg für Thaler/Berger im ehemaligen Röhrl-Ascona



Opel gewinnt die Marken-Wertung

Rüsselsheim. Der Opel Ascona A, mit dem das Team Walter Röhrl/Jochen Berger 1974 Rallye-Europameister wurde, ist auch im Jahr 2001 noch für Siege gut. Mit dem historischen Rallye-Auto gewannen der viermalige Rad-Querfeldein-Weltmeister Klaus-Peter Thaler (Gevelsberg) und der ehemalige Röhrl-Copilot Jochen Berger (Rüsselsheim) die neunte Histo-Monte. 86 Rallye-Fahrzeuge vornehmlich aus den sechziger und siebziger Jahren gingen am Donnerstag auf dem Nürburgring bei der vom Automobilclub von Deutschland (AvD) veranstalteten Histo-Monte an den Start, von denen nach 806 Kilometern und 18 Wertungsprüfungen über 141 Kilometer noch 77 Teams das Ziel am späten Samstagabend in Saarbrücken erreichten.

Bereits im Vorjahr war Opel bei der AvD-Histo-Monte siegreich, als Reinhard Stahl (Wenden) und Co-Pilot Peter Göbel (Korb) auf einem Opel Kadett B Rallye von 1970 den Gesamtsieg herausfuhren. Neben dem Erfolg von Thaler/Berger, die im Vorjahr erstmals gemeinsam antraten und auf Anhieb den vierten Gesamtrang sowie den Klassensieg belegten, siegte Opel wie schon vor zwei Jahren in der Markenwertung, zu der die fünf bestplatzierten Teams eines Herstellers herangezogen werden. Hinter Thaler/Berger belegten Wolfgang Krapp/Anja Geist (Opel Ascona A/1971), Werner Henkel/Günter Meierer (Opel Kadett C/1975), Reinhard Stahl/Joachim Hilten (Opel Kadett B/1970) und Hartmut Schöffler/Richard Schilling (Opel Kadett Rallye/1967) die Plätze sechs, neun, elf und 13 im Gesamtklassement.

Seine Premiere im historischen Rallyesport gab Opel-Sportchef Volker Strycek (Dehrn). Mit Günther Holzer (Augsburg), Teamchef des Opel-Werksteams in der DTM, auf dem sogenannten "heißen Sitz" steuerte Volker Strycek den Opel Kadett C GT/E aus dem Jahr 1976 auf den 23. Gesamtrang. Zeitweise hatten Strycek, DTM-Titelträger von 1984, und Günther Holzer, früher erfolgreicher Co-Pilot an der Seite seines Bruders Ronald, sogar auf dem zweiten Gesamtrang gelegen, bis sie ein Ausfall des Messsystems zurückwarf. "Ich habe eine für mich neue Art des Motorsports erlebt, die man lernen muss, aber die sehr viel Spaß bereitet", äußerte Volker Strycek beeindruckt. Und Günther Holzer ergänzte: "Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, die an Fahrer und Beifahrer hohe Anforderungen stellt."

Auch Jochen Berger, bis 1976 professioneller Co-Pilot des Regensburgers Walter Röhrl, der nach dem EM-Titel mit Opel 1974 acht Jahre später im Ascona 400 auch den Weltmeister-Titel nach Rüsselsheim holte, war von der Rallye und vom Erfolg begeistert: "Die diesjährige Histo-Monte war eine echte Winter-Rallye. Zahlreiche Wertungsprüfungen waren verschneit oder sogar vereist." Unter diesen klassischen Monte-Bedingungen erwies sich Klaus-Peter Thaler, ein seit Jahren routinierter und erfolgreicher Tourenwagen-Pilot im Langstreckenpokal auf dem Nürburgring, als extrem guter "Schneefahrer". "Er ist einfach gut gefahren. Er verfügt nicht nur über ein exzellentes Fahrgefühl, sondern auch über enorme Konzentration und Teamgeist, ohne die ein solcher Erfolg niemals möglich wäre", so Jochen Berger.

Sowohl der Opel Ascona A von 1974 als auch der Opel Kadett C GT/E von 1976, die beide aus dem Oldtimer-Fundus des Rüsselsheimer Werkes stammen und von Opel-Tuner Kissling in Bad Münstereifel vorbereitet werden, überstanden die Strapazen ohne Beanstandung. "Neben der reichen Erfahrung und dem Organisationstalent von Jochen Berger war auch unser Ascona, der perfekt lief und auch auf Eis und Schnee sehr gut zu fahren war, ein wichtiger Baustein zum Gesamtsieg", so Klaus-Peter Thaler.